Vivara Naturschutzprodukte: Vogelfutter, Nistkästen, Futtersäulen und Gartenzubehör.
  Home | Über uns | Links | Partner | Kontakt | Mein Benutzerkonto | a A | 0 Artikel im Einkaufskorb  
  Suchen  Erweitert suchen  
  VIVARA BESTELLSHOP 

Katalog
anfragen
Newsbrief
Anmelden
Schnellbestellung
Bestellnummern
Bestellen
Empfehlen Sie uns !
Ihr Name
Emailadr. Freund(in)
Senden

Weltenbummler auf dem Rückzug - der Haussperling

16-04-2011 - Ein Bericht von Priv.-Doz. Dr. Martin Kraft, Marburg (Deutschland)

Kaum ein Vogel ist so bekannt wie der Haussperling Passer domesticus, der sich als einzige Vogelart weltweit dem Menschen angeschlossen hat. Er kommt fast in allen Ortschaften dieser Erde mehr oder minder häufig vor und fehlt nur in den unwirtlichen Polarzonen. Als ursprünglicher Fels- und Baumbewohner, der oft in großen Kolonien seine unordentlichen Nester baut, sagen ihm in menschlicher Obhut besonders alte Häuser zu, die ihm genügend Spalten und Ritzen bieten, in denen er nisten kann. Er bewohnt aber auch nicht selten Nistkästen aller Art oder brütet direkt unter alten Dachziegeln. In manchen Gegenden Süd- und Mitteleuropas kann man seine großen Nester auch in Gebüschgruppen finden. Meistens brütet er in kleinen Kolonien, da er sowohl während der Brutzeit wie auch danach sehr gesellig ist.

Haussperlinge sind etwa 14 – 16 cm lang und haben kräftige Schnäbel, die es ihnen ermöglichen, auch härtere Sämereien und Knospen zu knacken. Zur Brutzeit ernähren sie sich sehr wesentlich von Insekten und Spinnen, mit denen auch die Jungen größtenteils großgezogen werden. Haussperlinge brüten bei uns ab etwa Mitte April bis zu viermal im Jahr. Zumeist werden 4 – 6 helle Eier mit unterschiedlich dunkler Marmorierung gelegt. Beide Partner brüten ca. 11 – 13 Tage. Die Jungen werden nach gut zwei Wochen flügge. Während der intensiven Balz kann man Haussperlinge mit ständigen Tschilp-Lauten auf Dachfirsten, Antennen oder auf Dachrinnen beobachten, wenn es im Minutentakt zu Paarungen kommt. Die männlichen Haussperlinge unterscheiden sich mit ihrem grauen Scheitel, dem schwarzen Zügel, dem zur Brutzeit ausgedehnt schwarzen Kehllatz und den kupferbraunen hinteren Kopfseiten sehr deutlich von den schlicht braungrau gefärbten Weibchen.

Dort wo es noch Viehweiden, Misthaufen und frei laufende Hühner gibt, kommen Haussperlinge noch häufig vor. Ebenso im Bereich von Kornhäusern und ortsnahen Getreidefeldern, die im Spätsommer in großen Schwärmen aufgesucht werden. Obwohl der Haussperling widerstandsfähig und teilweise noch sehr häufig ist, so nimmt er doch vielerorts in Mitteleuropa drastisch ab, wobei die Ursachen dieses Rückgangs im Wegfall geeigneter innerörtlicher Lebensräume und in der intensiven Landwirtschaft zu suchen sind. Alte Bauernhöfe mit ihren Viehweiden, Obstbäumen, Gebüschgruppen und Misthaufen verschwinden zusehends aus unserer Kulturlandschaft, während moderne Gebäude kaum noch Nischen zum Brüten bieten.

Dabei ist der „freche Spatz“ eine sehr intelligente und lernfähige Vogelart, die an uns Menschen hängt wie kein anderer Vogel. Was wäre denn ein Aufenthalt in einer griechischen Taverne oder in einem deutschen Biergarten ohne die Reste verzehrenden Haussperlinge, die selbst auf Tischen und Stühlen zu finden sind. Aber duldet man sie überall? Leider nein, denn sie werden oft verscheucht. Dabei sollten wir ihnen das Überleben erleichtern, indem wir busch- und heckenreiche Gärten anlegen und nicht jedes Loch in den Hauswänden zustopfen, um Spatzen fernzuhalten. Wir sollten auch wieder mehr Vieh, vor allem Pferde und Hühner halten, denn dort fällt immer etwas für die flinken Vögel ab. An Hauswänden sollten für den Sperling geeignete Nistkästen aufgehängt werden, während wir ihn im Garten mit vielen Sträuchern, kleinen Teichen, Vogeltränken und Sandhaufen wieder ansiedeln können. Eine Vogelart, die sich so penetrant an uns Menschen hält, sollte doch einfach sympathisch sein. Vergessen wir doch nicht, dass Haussperlinge große Mengen von Insekten vertilgen, die sich über unsere Pflanzen hermachen. In Hessen steht der Haussperling schon auf der Vorwarnliste der Roten Liste, was uns aufhorchen lassen muss. Gönnen wir ihm eine friedliche Existenz neben uns Menschen!



Letzte Neuigkeiten

Auf dem absteigenden Ast - der Grasfrosch

06-03-2012 - Ein Bericht von Prof. Dr. Martin Kraft, Marburg (Deutschland)
Lesen Sie mehr

Geliebt, geschützt, geschossen, gegessen - die Stockente

14-02-2012 - Ein Bericht von Prof. Dr. Martin Kraft, Marburg (Deutschland)
Lesen Sie mehr

Schlauberger mit grauem Nacken und hellen Augen – die Dohle – Vogel des Jahres 2012

19-01-2012 - Ein Bericht von Priv.-Doz. Dr. Martin Kraft, Marburg (Deutschland)
Lesen Sie mehr



Neuigkeitenarchiv

2012

2011

2010

2008

2007


site by hoezo-media.nl 
  PREIS-HITS  |  Wintergeschenke  |  Vogelfutter  |  Vogelfuttersysteme  |  Nistkästen  |  Wassertränken  |  Aufhängesysteme  |  Pflanzen  |  Blumenzwiebeln  |  Gartenzubehör  |  Kleine Säugetiere  |  Insekten  |  Amphibien  
  Ferngläser, Teleskop, Beobachtungskamera  |  Holzschnitzkunst  |  Für Kinder  |  Dekorative Tassen  |  Marjolein Bastin Geschenke  |  Champignons  |  DVD's, Bücher und CD's  |  Nützliches Zubehör  |  Vorteilspakete  |  Sonderangebote  |  Heinz Sielmann Stiftung  |  Vivara Pro  
  Home | Über uns | Hilfe | Kontakt | Mein Benutzerkonto  
  USA | United Kingdom | Ireland | Nederland | Belgie/Belgique | Deutschland | France | Oesterreich | Danmark | Sverige  
  © 2012 Vivara / CJ Wildbird Foods Ltd. | Datenschutz | Allgemeine Geschäftsbedingungen